Rezension und Lesung

So ihr Lieben,

heute wird es keine der üblichen Rezensionen. Das Buch und der Mann, den ich euch hier heute vorstellen möchte, sind etwas ganz Besonderes.

Am Montag hat die Volkshochschule bei uns im Ort eine Lesung veranstaltet, zu der meine Kollegin und ich unbedingt einen Büchertisch machen wollten. Der junge Mann auf dem Buchcover kam mir vage bekannt vor (ich glaube, ich habe ihn mal bei Stern TV oder einer anderen Sendung gesehen), aber so richtig konnte ich mich nicht mehr an ihn und seine Geschichte erinnern.

Vielleicht habt ihr ihn auch schon einmal im Fernsehen gesehen oder ihr kennt ihn gar nicht. Deswegen möchte ich ihn euch kurz vorstellen:

Janis McDavid wurde 1991 ohne Arme und ohne Beine geboren und wuchs im Ruhrpott auf. Aufgrund seines Handicaps musste er schon früh lernen, kreative Lösungen zu entwickeln, um das zu erreichen, was er wollte. Seine Familie hat ihn immer darin bestärkt, das zu machen, was er machen möchte. So kam es auch, dass sie ihn auf eine ganz normale Schule geschickt haben, die nicht speziell auf Menschen mit Behinderung oder Rollstuhlfahrer ausgerichtet ist. Seine Unabhängigkeit und Kreativität half ihm auch, eine geeignete Uni zu finden und sogar ein Auslandssemester in London zu absolvieren. Außerdem besitzt er einen eigenen Sprinter, der auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Sein Motto ist: Ich kann viel mehr, wenn ihr mich nicht behindert.

So, da standen wir nun Montagabend im Saal des Kolpinghauses mit unseren 100 Büchern. Als Janis mit seinem Rollstuhl auf uns zugefahren kam, wurde mir kurz bewusst, dass ich mir gar keine Gedanken darum gemacht habe, wie ich ihn denn nun begrüße. Zum Glück streckte er in genau diesem Moment den oberen Teil seines Armes entgegen. Da war ich doch erleichtert, dass er selbst diese Hemmschwelle gleich beseitigte 🙂
Er war total freundlich, sympathisch und gut gelaunt. Ich konnte den Beginn der Lesung kaum erwarten.

Zu Beginn wurde ein kurzer Film gezeigt, in dem man ein paar Einblicke in Janis‘ Leben bekommt: wie sein Alltag aussieht, wie er mit seinem Auto fährt und andere Hürden meistert.
Danach begann die Lesung. Wie schnell die 1,5 Stunden verflogen, habe ich gar nicht gemerkt. Ich war wirklich wie gebannt von seiner Geschichte und wie er auch zwischendurch immer frei von Ereignissen erzählte.

Er erzählt in seinem Buch, wie er als kleiner Stöpsel zuerst gar nicht gemerkt hat, dass er anders als die anderen Kinder ist. Erst als er im Spiegel sah, wie er sich ohne Rollstuhl fortbewegte, wurde es ihm schlagartig bewusst. Er erzählt auch von der Zeit danach, in der er sich mit seiner Behinderung einfach nicht arrangieren wollte und wie er sie dann doch akzeptiert hat und auch, wie er so manchen Vorteil daraus gezogen hat. 😉
Auch seine Bemühungen für ein eigenes Auto waren sehr spannend. Wie er all die Steine wegräumte, die man ihm in den Weg legte und seinen Prinzipien treu blieb.
Er berichtete von Reisen, die er mit seinen Freunden machte, vom skurrilen Umgang mit Behinderten am Flughafen und wilden Rafting-Touren, die selbst ihn zittern ließen.

Es ist unglaublich, wenn man ihn sieht und ihm zuhört. Er ist erst 25 Jahre alt und erscheint mir trotzdem jetzt schon um einiges weiser als manch älterer Mensch.
Da denkt man über seine eigenen Probleme nach, die einem auf einmal ganz klein erscheinen. Und man beginnt zu überlegen, was man schon alles nicht versucht oder abgebrochen hat, weil es einem zu schwer, zu kompliziert erschien.

Janis McDavid sagt: Ich denke nicht in Problemen, sondern in Lösungen und Möglichkeiten.

Genau das möchte ich auch. Ich möchte den Mut haben, auch schwierige Situationen zu meistern und Lösungen zu finden (auch wenn ich dafür etwas kreativer sein muss). Und ich möchte nicht schon aufgeben, bevor ich es nicht wenigstens versucht habe.

Ich bin froh, dass ich diesen Abend dabei war. Denn solche Begegnungen verändern einen und geben einem neue Motivation.

Ich kann euch dieses Buch und diesen jungen Mann wirklich nur ans Herz legen ❤

Janis McDavid – Dein bestes Leben

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Herder Verlag

240 Seiten

ISBN 978-3-451-80927-9

Zitat: „Würde ich mich nicht abgrenzen, sondern all mein Bewegen und Streben den Ängsten, Vorstellungen und Fantasien anderer Menschen – den Füßlern und Ärmlern – anpassen, dann würde ich mich in eine Welt  zwängen, die mir nicht passt – wie in eine zu kleine Jacke.“ (S. 55)

 

 

Janis McDavid macht auch noch auf eine politische Debatte aufmerksam. Es geht um das Teilhabegesetz, das Menschen mit Behinderung ermöglichen soll, in unserer Gesellschaft ohne Benachteiligung zu leben. Leider hat der letzte Gesetzesentwurf nicht das verwirklicht, was sich die betroffenen Menschen davon erhoffen.

Aber jeder von uns kann dazu beitragen, dass ein besserer Gesetzesentwurf verabschiedet wird.

Hier könnt ihr die offizielle Petition unterschreiben und so 300.000 Menschen in Deutschland ein faireres Leben ermöglichen. Für euch sind es maximal 2 Minuten, aber für die Betroffenen kann es viel verändern.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dabei mithelft 🙂

 

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Leben, du hast mich wieder!

Ich kann gar nicht sagen, wie gut sich das anfühlt =) endlich habe ich wieder Zeit für Freunde, für Bücher, zum Feiern oder auch einfach mal nichts tun. Und natürlich auch endlich wieder für meinen Blog.

Das Schulbuchgeschäft ist endlich vorbei. Obwohl wir immer noch etliche Schulbücher bei uns stehen haben. Da frage ich mich immer: Was machen denn die Kinder in der Schule ohne ihre Bücher und Arbeitshefte?! Oo Das verwirrt mich immer…

Vor ein paar Tagen hatte ich jetzt auch meine Statistikklausur und ich bin so froh, dass ich es hinter mir habe. Die letzten Monate sahen meine Tage etwa so aus:

  • Früh aufstehen
  • Arbeit bis 19 Uhr
  • Schnell nach Hause und was kochen
  • Mit meinem Freund essen
  • Lernen, lernen, lernen
  • Schlafen

Nicht sehr spannend…auch meine Wochenenden sahen oft nicht anders aus. Samstags muss ich meistens auch arbeiten und Sonntags bin ich dann oft zu Seminaren, um mir irgendwie den Stoff reinzuprügeln.

Jetzt geht es aber wieder bergauf 🙂 In den nächsten Tagen kommt endlich mal wieder ein interessanterer Beitrag hier. Bis auf meine Studienbriefe habe ich zwar in den letzten Wochen fast nichts gelesen, aber ich lasse mir trotzdem was schönes einfallen.

Freut ihr euch übrigens auch schon so auf die deutsche Ausgabe vom neuen „Harry Potter“? Die englische habe ich zwar schon längt gelesen (das musste einfach sein, egal, wieviel Stress man hat), aber gerade bei mir auf der Arbeit wird die deutsche Ausgabe natürlich der Hype schlechthin. Ich plane auch schon einiges zur Präsentation. Es wird auch ein „Harry Potter-Schaufenster“ geben ❤ wenn ihr möchtet, stelle ich es hier dann mal gerne ein.

Soll ich eigentlich zwischendurch auch mehr von meiner Arbeit in der Buchhandlung erzählen? Ich weiß nicht, inwieweit euch das interessieren könnte. Ihr könnt mir ja mal Feedback geben 🙂

Also, in den nächsten Tagen kommen auf jeden Fall wieder tolle Bücher-Beiträge.

Genießt noch den Rest vom Wochenende und macht was schönes *wink*

Argh….

Aaaaargh! Genau so geht es mir gerade 😡

Auf der Arbeit ist das Schulbuchgeschäft in vollem Gange. Wir sind quasi nur am Laufen und ich bin abends immer total groggy. Leider muss ich mich dann immer noch an den Schreibtisch setzen, weil ich im September meine Statistikklausur habe 😐

Nebenher versuche ich, dass unsere Wohnung nicht wie ein Schlachtfeld aussieht.

Der Blog und auch das Lesen stecken deswegen gerade etwas zurück. Rezensionen wird es wahrscheinlich erst geben, wenn der Stress wieder etwas nachlässt. Aber ich versuche, weiterhin einige Aktionen mitzumachen. Ich muss mich einfach besser organisieren und alles etwas durchstrukturieren.

Zu allem Übel hat mein geliebter Laptop vor einigen Tagen auch noch die Grätsche gemacht. Diagnose: Bildschirmbruch 😥 Ich musste ihn einschicken und hoffe, er kommt bald wieder genesen zu mir zurück.

Mittlerweile habe ich aber die Night School-Reihe beendet und bin wirklich begeistert =) Alles andere, was ich zurzeit lese, hat mit Statistik zu tun und würde euch vermutlich weniger interessieren 😆

Zumindest konnte ich ein kleines Lebenszeichen von mir geben und hoffentlich kann ich auch bald wieder mehr bei euren Blogs stöbern und ein paar Kommentare dalassen.

LG

Die etwas-gestresste-und-Urlaub-dringend-nötig-habende Chrissi ❤

 

Saturday Sentence

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Die Aktion „Saturday Sentence“ habe ich auf dem Blog von Lesefee gesehen und finde sie für einen Samstag ganz nett für zwischendurch 😉

Es geht so:

  1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
  2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit, wie dein „Saturday Sentence“ lautet.

„Oje, das hätte ich dir längst erzählen sollen, aber im Moment ist alles so hektisch, dass es mir wohl irgendwie durchgerutscht ist.“

aus: „Night School – Um der Hoffnung Willen“ von C. J. Daugherty

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Rezension

Ich bin leider immer noch nicht wieder richtig fit, aber so langsam muss man ja wieder mal aus’m Quark kommen.
Es ist soviel liegen geblieben, weil ich mich zu nichts wirklich aufraffen konnte. Selbst den Uni-Kram habe ich vernachlässigt *schlechtes Gewissen meldet sich*
Zum Glück ging Lesen…Lesen geht immer, oder? 😉

Nachdem meine Kollegin mir schon so lange die Reihe „Night School“ ans Herz gelegt hat, habe ich dann vor 3 Tagen endlich mal mit dem ersten Band angefangen.
Ja, was soll ich sagen?! Ich hab mittlerweile Band 2 verschlungen und mich gleich auf Band 3 gestürzt 😀

Deswegen folgt jetzt meine Rezension  zu Band 1. Ich werde zu den anderen Bänden keine einzelne Rezension schreiben, aber wenn ich die Reihe beendet habe, gibt es natürlich eine ausführliche Rückmeldung.

C. J. Daugherty – Night School – Du darfst keinem trauen (Band 1)

9783841503213

 

Oetinger Taschenbuch Verlag

460 Seiten

ISBN 978-3-8415-0321-3

Zitat: „Der Bau sah aus, als hätte man ihn einer anderen Zeit und einem anderen Ort entrissen und hier abgeworfen, in…wo auch immer sie hier waren. Aus dem zerklüfteten Dach ragten Türmchen, deren scharfe Spitzen wie schmiedeeiserne Dolche.“ (S. 22)

 

Die Autorin:

C. J. Daugherty wurde in Dallas, Texas geboren. Mit ihrem Mann, einem Hund und drei Katzen lebt sie in Surrey, England. Night School ist ihre erste Jugendbuch-Reihe.

Darum geht es:

Allie Sheridan wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt, nachdem sie zum dritten Mal wegen Vandalismus festgenommen wurde. Von Cimmeria hatte sie bis dahin noch nie etwas gehört. Umso merkwürdiger ist es, dass anscheinend nur reiche Jugendliche die Schule besuchen – dabei sind Allies Eltern überhaupt nicht reich. Woher kennen sie die Cimmeria-Schule?

Schnell merkt sie, dass nicht alles ist, wie es scheint. Wem kann sie vertrauen? Und was hat es mit der Night School auf sich?

Meine Meinung:

Immer wenn ich was neues zu lesen gesucht habe, hat mir meine Kollegin diese Reihe empfohlen. Aber alleine der Klappentext hat mich immer zu sehr an „House of Night“ erinnert. Obwohl sie mir immer wieder versichert hat, dass es in dieser Reihe gar keine Fantasyelemente gibt, hatte ich nie wirklich Lust drauf.
Jetzt dachte ich mir einfach: Ok, liest du einfach mal in Band 1 rein. Wenn es dir nicht gefällt, legst du ihn halt wieder weg.
Aus dem Nur-mal-reinlesen wurde dann ein Von-vorne-bis-hinten-verschlingen. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe kaum gemerkt, wie die Seiten an mir vorbeigeflogen sind.

Allie war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist clever, stur, eigensinnig, rebellisch. Auch die anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und genau wie Allie weiß man nie so genau, wem man trauen soll. Irgendwann hinterfragt man jeden Charakterzug und überlegt, wer wohl ein falsches Spiel treibt. Das macht die ganze Story sehr spannend und zu einem absoluten Pageturner. Gleichzeitig wachsen einem so viele Figuren ans Herz und man möchte unbedingt wissen, wie sich die ganzen Beziehungen zwischen ihnen weiterentwickeln.

Es gibt ja einige Jugendbuchreihen, die in einer Schule/einem Internat spielen. Da ist es oft so, dass man am Anfang noch viel von dem normalen Schulgeschehen mitbekommt (Unterricht, Hausaufgaben, Lehrer etc.), was ich immer toll finde. Bei den meisten hört das nach dem ersten Band auf und es geht nur noch um die Hauptstory (Verschwörung, Hinterhalt etc.), was es für mich immer irgendwie langweiliger macht.

Ich bin ja jetzt bei Band 3 und bisher erfährt man trotzdem immer noch viel von dem Schulgeschehen und es gibt viele Abschnitte, die nichts mit der Hauptstory zu tun haben.
Zwischen den ganzen Verschwörungen und Intrigen spinnen sich natürlich auch einige Liebesgeschichten, die man gespannt verfolgt. Und man hofft mit Allie, dass sie sich letztendlich für den Richtigen entscheiden wird…

So, ich häng mich jetzt wieder hinter „Night School – Denn Wahrheit musst du suchen“
🙂 ❤

 

Rezension

Boah, wenn einen eine Erkältung erstmal völlig aus der Bahn wirft…dann geht nichts mehr xD jetzt geht’s mir aber so langsam besser und mein Kopf ist auch nicht mehr so benebelt, dass ich mich endlich wieder  meinem Blog widmen kann 🙂

Jonathan Nasaw – Angstspiel

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Heyne Verlag

430 Seiten

ISBN 978-3-453-43201-7

Zitat: „Wie heißt es doch so schön? Man braucht vor nichts Angst zu haben als vor der Angst an sich? Tja, und das bin ich, mein Freund – ich bin die Angst an sich.“ (S. 26)

 

Der Autor:

Jonathan Nasaw wurde 1947 in den USA geboren. Von Beruf ist er Psychiater, was sich auch in seinen Büchern widerspiegelt.

Darum geht es:

Dieses Mal ermittelt Agent Pender in einer mysteriösen Mordserie. Immer mehr ehemalige Teilnehmer eines Seminars zum Thema Phobien werden tot aufgefunden. Doch das ist nicht alles. Jeder von ihnen scheint mit der eigenen Phobie in den Tod getrieben worden zu sein. Ein Teilnehmer mit Höhenangst stürzt von einem Hochhaus, eine Frau mit Angst vor Blut wird mit aufgeschnittenen Pulsadern vorgefunden…für Pender ist klar: ein Serienmörder treibt sein Unwesen und macht sich die Phobien der Menschen zu Nutzen. Er spielt mit ihnen das „Angstspiel“.

Meine Meinung:

In meinem Beitrag Bücher, die ich zurzeit lese habe ich ja schon erwähnt, dass mich der Anfang des Buches nicht so gepackt hat wie der erste Teil „Die Geduld der Spinne“. Leider hat sich das im weiteren Verlauf der Geschichte nicht groß geändert.
Vielleicht liegt es daran, dass man von Anfang an weiß, wer der Mörder ist. Das war im ersten Teil zwar auch schon der Fall, aber Max war einfach facettenreicher. Oft habe ich die Beweggründe von Simon Childs nicht nachvollziehen können. Letztendlich hat er es anscheinend nur gemacht, um die „blinde Ratte“ zu vertreiben. So nennt er eine schier unglaubliche Langeweile, die ihn in den Wahnsinn und auch fast in den Suizid treibt.
Agent Pender war natürlich wieder mit von der Partie und außerdem seine Nachfolgerin beim FBI, Linda Abruzzi. Leider hatte der Charakter von Linda wenig Tiefgang, sodass man keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte.

Alles in allem war es von der Story her ein interessanter Thriller, der aber leider oft etwas dahinsiecht und platt bleibt. Durch die letzten Seiten musste ich mich wirklich durchquälen, obwohl gerade da der absolute Showdown zwischen Pender und Childs passiert. Aber auch der erweist sich als etwas lieblos. Nach der ganzen Verfolgungsjagd hätte ich mir ein interessanteres Ende gewünscht.

Trotzdem bin ich gespannt auf Band 3 🙂 ❤

Chill ma’….

 

Jeder kennt sie mittlerweile und viele haben selbst welche Zuhause.

Die Rede ist natürlich von Zentangle, Zendoodle…kurz: Ausmalbücher für Erwachsene.
Sie lösten ja einen regelrechten Hype aus. Wer hätte das schon gedacht, dass erwachsene berufstätige Menschen wieder anfangen auszumalen?

Psychologisch gesehen ist das aber gar keine so große Überraschung. Wenn wir ausmalen, versetzen wir uns in unsere Kindheit zurück. Ich weiß noch, wie gerne ich Bilder ausgemalt habe und wie konzentriert ich dabei war. Es hatte einfach etwas unbeschwertes. Und genau dieses Gefühl bekomme ich heute immer noch, wenn ich Bilder ausmale. Man muss nicht viel darüber nachdenken. Die Linien sind vorgegeben, man lässt sich einfach so treiben und vergisst mal alles andere.

Für viele ist Zentangle eine Möglichkeit, ihren Stress, den sie durch Beruf und Familie haben, mal zu vergessen und wirklich mal an nichts anderes zu denken. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es sehr wichtig, auch mal wieder zur Ruhe zu kommen.

Ich habe mittlerweile zwei Bücher zuhause:

Ich habe mich am Anfang auch gewundert, wie gut es klappt, dabei wirklich abzuschalten. Und es macht einfach Spaß =)
Das Harry Potter Coloring Book ist schon mehr wie ein typisches Ausmalbuch und hat eigentlich nichts mehr mit Zentangle zu tun.

Die Bücher sind momentan der Renner bei uns im Laden. Ich weiß nicht, wieviele Kunden schon skeptisch und unentschlossen davor standen. Oft hieß es: „Ach nein, das ist nichts für mich. Ausmalen tun doch nur Kinder“ oder „Bei so etwas kann ich bestimmt nicht abschalten“. Ich habe dann oft ein kleineres Heft empfohlen, um es einfach mal auszuprobieren.
Meistens kamen die Kunden dann nach ein paar Tagen wieder. Sie bräuchten ein größeres Buch, weil das kleine schon voll ist =D

Ich finde diesen Trend so toll. Klar, er hat nichts mit Lesen zu tun, aber die Menschen setzen sich wieder hin, nehmen Stifte in die Hand und malen drauf los. Mal kein iPad, kein Smartphone, kein Laptop…

Ich hätte gerne noch viel mehr Zentangle-Bücher, aber um mir selbst eine Grenze zu setzen, hole ich mir erst ein neues, wenn das andere voll ist 😉
Aber es gibt soooo viele schöne. Da fällt die Auswahl dann auch echt schwer…

Wie ist es bei euch? Habt ihr auch welche und wie findet ihr den Trend?