Rezension

Ich bin leider immer noch nicht wieder richtig fit, aber so langsam muss man ja wieder mal aus’m Quark kommen.
Es ist soviel liegen geblieben, weil ich mich zu nichts wirklich aufraffen konnte. Selbst den Uni-Kram habe ich vernachlässigt *schlechtes Gewissen meldet sich*
Zum Glück ging Lesen…Lesen geht immer, oder? 😉

Nachdem meine Kollegin mir schon so lange die Reihe „Night School“ ans Herz gelegt hat, habe ich dann vor 3 Tagen endlich mal mit dem ersten Band angefangen.
Ja, was soll ich sagen?! Ich hab mittlerweile Band 2 verschlungen und mich gleich auf Band 3 gestürzt 😀

Deswegen folgt jetzt meine Rezension  zu Band 1. Ich werde zu den anderen Bänden keine einzelne Rezension schreiben, aber wenn ich die Reihe beendet habe, gibt es natürlich eine ausführliche Rückmeldung.

C. J. Daugherty – Night School – Du darfst keinem trauen (Band 1)

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Oetinger Taschenbuch Verlag

460 Seiten

ISBN 978-3-8415-0321-3

Zitat: „Der Bau sah aus, als hätte man ihn einer anderen Zeit und einem anderen Ort entrissen und hier abgeworfen, in…wo auch immer sie hier waren. Aus dem zerklüfteten Dach ragten Türmchen, deren scharfe Spitzen wie schmiedeeiserne Dolche.“ (S. 22)

 

Die Autorin:

C. J. Daugherty wurde in Dallas, Texas geboren. Mit ihrem Mann, einem Hund und drei Katzen lebt sie in Surrey, England. Night School ist ihre erste Jugendbuch-Reihe.

Darum geht es:

Allie Sheridan wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt, nachdem sie zum dritten Mal wegen Vandalismus festgenommen wurde. Von Cimmeria hatte sie bis dahin noch nie etwas gehört. Umso merkwürdiger ist es, dass anscheinend nur reiche Jugendliche die Schule besuchen – dabei sind Allies Eltern überhaupt nicht reich. Woher kennen sie die Cimmeria-Schule?

Schnell merkt sie, dass nicht alles ist, wie es scheint. Wem kann sie vertrauen? Und was hat es mit der Night School auf sich?

Meine Meinung:

Immer wenn ich was neues zu lesen gesucht habe, hat mir meine Kollegin diese Reihe empfohlen. Aber alleine der Klappentext hat mich immer zu sehr an „House of Night“ erinnert. Obwohl sie mir immer wieder versichert hat, dass es in dieser Reihe gar keine Fantasyelemente gibt, hatte ich nie wirklich Lust drauf.
Jetzt dachte ich mir einfach: Ok, liest du einfach mal in Band 1 rein. Wenn es dir nicht gefällt, legst du ihn halt wieder weg.
Aus dem Nur-mal-reinlesen wurde dann ein Von-vorne-bis-hinten-verschlingen. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe kaum gemerkt, wie die Seiten an mir vorbeigeflogen sind.

Allie war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist clever, stur, eigensinnig, rebellisch. Auch die anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und genau wie Allie weiß man nie so genau, wem man trauen soll. Irgendwann hinterfragt man jeden Charakterzug und überlegt, wer wohl ein falsches Spiel treibt. Das macht die ganze Story sehr spannend und zu einem absoluten Pageturner. Gleichzeitig wachsen einem so viele Figuren ans Herz und man möchte unbedingt wissen, wie sich die ganzen Beziehungen zwischen ihnen weiterentwickeln.

Es gibt ja einige Jugendbuchreihen, die in einer Schule/einem Internat spielen. Da ist es oft so, dass man am Anfang noch viel von dem normalen Schulgeschehen mitbekommt (Unterricht, Hausaufgaben, Lehrer etc.), was ich immer toll finde. Bei den meisten hört das nach dem ersten Band auf und es geht nur noch um die Hauptstory (Verschwörung, Hinterhalt etc.), was es für mich immer irgendwie langweiliger macht.

Ich bin ja jetzt bei Band 3 und bisher erfährt man trotzdem immer noch viel von dem Schulgeschehen und es gibt viele Abschnitte, die nichts mit der Hauptstory zu tun haben.
Zwischen den ganzen Verschwörungen und Intrigen spinnen sich natürlich auch einige Liebesgeschichten, die man gespannt verfolgt. Und man hofft mit Allie, dass sie sich letztendlich für den Richtigen entscheiden wird…

So, ich häng mich jetzt wieder hinter „Night School – Denn Wahrheit musst du suchen“
🙂 ❤

 

Rezension

Boah, wenn einen eine Erkältung erstmal völlig aus der Bahn wirft…dann geht nichts mehr xD jetzt geht’s mir aber so langsam besser und mein Kopf ist auch nicht mehr so benebelt, dass ich mich endlich wieder  meinem Blog widmen kann 🙂

Jonathan Nasaw – Angstspiel

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Heyne Verlag

430 Seiten

ISBN 978-3-453-43201-7

Zitat: „Wie heißt es doch so schön? Man braucht vor nichts Angst zu haben als vor der Angst an sich? Tja, und das bin ich, mein Freund – ich bin die Angst an sich.“ (S. 26)

 

Der Autor:

Jonathan Nasaw wurde 1947 in den USA geboren. Von Beruf ist er Psychiater, was sich auch in seinen Büchern widerspiegelt.

Darum geht es:

Dieses Mal ermittelt Agent Pender in einer mysteriösen Mordserie. Immer mehr ehemalige Teilnehmer eines Seminars zum Thema Phobien werden tot aufgefunden. Doch das ist nicht alles. Jeder von ihnen scheint mit der eigenen Phobie in den Tod getrieben worden zu sein. Ein Teilnehmer mit Höhenangst stürzt von einem Hochhaus, eine Frau mit Angst vor Blut wird mit aufgeschnittenen Pulsadern vorgefunden…für Pender ist klar: ein Serienmörder treibt sein Unwesen und macht sich die Phobien der Menschen zu Nutzen. Er spielt mit ihnen das „Angstspiel“.

Meine Meinung:

In meinem Beitrag Bücher, die ich zurzeit lese habe ich ja schon erwähnt, dass mich der Anfang des Buches nicht so gepackt hat wie der erste Teil „Die Geduld der Spinne“. Leider hat sich das im weiteren Verlauf der Geschichte nicht groß geändert.
Vielleicht liegt es daran, dass man von Anfang an weiß, wer der Mörder ist. Das war im ersten Teil zwar auch schon der Fall, aber Max war einfach facettenreicher. Oft habe ich die Beweggründe von Simon Childs nicht nachvollziehen können. Letztendlich hat er es anscheinend nur gemacht, um die „blinde Ratte“ zu vertreiben. So nennt er eine schier unglaubliche Langeweile, die ihn in den Wahnsinn und auch fast in den Suizid treibt.
Agent Pender war natürlich wieder mit von der Partie und außerdem seine Nachfolgerin beim FBI, Linda Abruzzi. Leider hatte der Charakter von Linda wenig Tiefgang, sodass man keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte.

Alles in allem war es von der Story her ein interessanter Thriller, der aber leider oft etwas dahinsiecht und platt bleibt. Durch die letzten Seiten musste ich mich wirklich durchquälen, obwohl gerade da der absolute Showdown zwischen Pender und Childs passiert. Aber auch der erweist sich als etwas lieblos. Nach der ganzen Verfolgungsjagd hätte ich mir ein interessanteres Ende gewünscht.

Trotzdem bin ich gespannt auf Band 3 🙂 ❤

Rezension

Ruthie Knox – Caroline & West – Überall bist du / Lass mich nie mehr los

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Egmont Ink

Teil 1: Überall bist du

470 Seiten

ISBN 978-3-86396-072-8

 

 

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Egmont Ink Verlag

Teil 2: Lass mich nie mehr los

448 Seiten

ISBN 978-3-86396-075-9

 

 

Zitat: „Wir sehen einander an. Um uns herum ist Bewegung, Schreien und Lachen, Angeberei, Aufregung, aber es könnten auch nur Caroline und ich hier sein, denn ich schere mich einen Dreck um alles andere im Raum.“ (Lass mich nie mehr los, S.213)

Die Autorin:

Ruthie Knox wurde in Ohio geboren und lebt jetzt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Wisconsin. Sie liest und schreibt vor allem Liebesromane.

Darum geht es:

Caroline Piasecki beginnt gerade ihr Studium am Putnam College, als sie West kennenlernt und prompt in Ohnmacht fällt…Obwohl sie sich von ihm fernhält, lässt er sie nie wirklich los. West, der so ganz anders ist als ihr Freund. Er ist ein Draufgänger, von dem man sich fernhalten sollte. Und das nicht nur, weil das Gerücht rumgeht, er würde mit Drogen dealen. Doch Caroline zieht es magisch hin zu West…

Meine Meinung:

Wie ich bereits geschrieben hatte, fiel mir der Anfang wirklich etwas schwer. West habe ich von Anfang an gemocht. Ich finde es toll, dass er zwar auch jemand mit einer schwierigen Kindheit ist, aber im Gegensatz zu vielen anderen Typen in solchen Büchern gibt er sein bestes und kommt „nicht wirklich“ auf die schiefe Bahn.
Probleme hatte ich mit Caroline. Sie wurde mir einfach nicht sympathisch. Ich kann nicht genau sagen warum. Für mich bleibt sie einfach platt und ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was West so an ihr findet. Ein hübsches Mädchen aus reichem Hause, Mutter früh gestorben, Klassenbeste…langweilig! Ich hätte mir bei ihr mehr Ecken und Kanten gewünscht, damit sie interessanter ist.
Nach dem holprigen Start wurde es besser. Manche Sätze ließen mich wirklich den Kopf auf den Tisch hauen *sorry lieber SuB, dass du das mit ansehen musstest*
Das Ende des ersten Bandes war dann so spannend, dass ich sofort den zweiten Band gelesen habe. Und der war wirklich gut. Hauptsächlich wieder wegen West =) Das Ende war dann etwas schnell da und nichts besonderes. Im Großen und Ganzen war es nett zu lesen, aber es sticht jetzt nicht heraus.

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Bewertung: 3 Pusteblumen

Rezension:

Jonathan Nasaw – Die Geduld der Spinne

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Heyne Verlag

420 Seiten

ISBN 978-3-453-43661-9

Zitat: „[…] ‚Aber wissen Sie, was sogar noch beängstigender ist, als jemand anders in seinem Kopf sprechen zu hören? […] Das Gefühl, dass es noch jemanden gibt, der zuhört.‚“     (S. 71)

Ich habe euch ja schon beim Top Ten Thursday von der Reihe um Agent Pender vorgeschwärmt. Dies ist der Auftakt und Nasaw schafft es wirklich mit einem Knaller.

Zuallererst muss ich jedoch vorwarnen: Diese Bücherreihe ist wirklich nichts für zart besaitete. Sie ist ziemlich brutal, blutig und vor allem auf psychischer Ebene ganz schön heftig. Aber genau das macht sie auch so unglaublich spannend =)

Man wird gleich mitten reingeworfen in die Geschichte. Die Psychiaterin Irene Cogan sitzt in einem Vernehmungsraum einem Häftling in orangenem Overall gegenüber. Dass es sich bei Max um keinen normalen Häftling handelt, erfährt man sehr schnell. Ihm wird vorgeworfen, eine, bzw. mehrere junge Frauen ermordet zu haben. Doch er gibt vor, dass er sich an nichts erinnern kann. Schnell stellt sich heraus, dass Max an DIS leidet, einer dissoziativen Identitätsstörung…in Max‘ Körper befinden sich verschiedene Persönlichkeiten. Irene muss herausfinden, ob Max verhandlungsfähig ist oder ob er in eine geschlossene Psychiatrie eingeliefert werden muss. Doch da gibt es ein Problem: Irene weiß nie, mit welcher Persönlichkeit sie gerade redet.

Agent Pender diente jahrelang beim FBI und bereitet sich auf seinen wohlverdienten Ruhestand vor.Er verfolgt schon lange einen Serienmörder, den sie Casey getauft haben, und der mit Vorliebe junge Frauen mit rotblondem Haar entführt. Als er erfährt, dass Casey womöglich geschnappt wurde, lässt er sich als vermeintlicher Insasse in Caseys Zelle einschleusen, um ihm ein Geständnis abzuringen. Doch etwas geht schief… Casey alias Max entkommt und mit Irene als Geisel flieht er und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.

Was ich an diesem Buch so fasziniert hat, ist die psychologische Ebene. Menschen mit DIS haben tatsächlich mehrere Persönlichkeiten in sich vereint, die oft wahllos zum Vorschein kommen. Max ist da nochmal ein ganz anderes Kaliber. Ich fand es mega interessant, die verschiedenen Persönlichkeiten kennenzulernen. Jede mit ihren eigenen Charakter-eigenschaften, Vorlieben und Ängsten. Es werden auch die einzelnen psychologischen Testverfahren mit eingebunden, was es alles nochmal realistischer macht. Man fiebert mit, ob es Pender gelingen wird, seinen allerletzten (oder vielleicht doch nicht letzten) Fall abzuschließen. Und ob es Irene schafft, in der Gewalt eines multiplen Serienmörders ihre Kenntnisse anzuwenden und so am Leben zu bleiben. Und was ist mit Max? Was steckt hinter seiner Störung, wie sind die verschiedenen Persönlichkeiten entstanden und warum müssen es rotblonde Frauen sein?

Nasaw hat einen genialen Psychothriller geschrieben, der einen nicht mehr loslässt und der einen noch lange danach beschäftigt.

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Bewertung: 5 Pusteblumen

Mein Herz wird dich finden, oder: Wie ich zurück zu meinem Blog fand

Da startet man einen Blog genau zum Studienbeginn…und dann merkt man, dass es neben der Arbeit doch etwas viel wird.

Mittlerweile habe ich mich aber soweit reingefuchst, dass ich mich endlich wieder dem Blog widmen möchte. Zuerst war ich am überlegen, ob ich den Blog mit dem Studium kombiniere und eben zum Teil Rezensionen schreibe und zum anderen von meinem Studium berichte. Ich studiere übrigens Psychologie in Teilzeit neben meiner Arbeit als Buchhändlerin =) es ist wahnsinnig spannend, aber eben auch sehr anstrengend. Und es nimmt nach Feierabend sehr viel Zeit in Anspruch.

Aber mittlerweile tendiere ich doch eher dazu, diesen Blog als reinen Bücherblog zu führen. Aber ich weiß noch nicht genau…ich werde mir das nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen…

Nun aber endlich zur neuen Rezension und damit der ersten im Jahr 2016:

„Mein Herz wird dich finden“ von Jessi Kirby

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Fischer Sauerländer Verlag

368 Seiten

ISBN 978-3-7373-5352-6

empfohlen ab 14 Jahren

Zitat: „Ich finde dorthin zurück, wo es nur noch das Meer, den Himmel und uns beide gibt – die wir zusammen durch das Unsichtbare gleiten, wo eines endet und das andere beginnt.“ (S. 255)

Zuerst ist mir das Buch durch sein wundervolles Cover aufgefallen. Es sticht sehr stark aus den anderen sehr bunten Jugendbüchern hervor.

Als ich den Klappentext gelesen habe, befürchtete ich schon eine von diesen üblichen tragischen Liebesgeschichten, die man mittlerweile in fast jedem Roman liest. Natürlich ist die Geschichte sehr traurig und die Liebe steht auch im Mittelpunkt, aber all das ganz ohne Kitsch (spätestens jetzt dürfte klar sein, wie sehr ich Kitsch hasse ;D ).

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat zum Thema Herz, was ich sehr schön finde. Manche sind lyrisch, andere medizinisch. Insgesamt fliegt die Geschichte nur so an einem vorbei und ich hätte mir gerne noch mehr Kapitel gewünscht. Aber so ist das ja oft mit Geschichten, die einem gefallen…sie sind viel zu schnell vorbei.

Jetzt aber erstmal zur Handlung:

Mia hat ihre große Liebe Jacob gefunden. Und das, obwohl sie erst 17 Jahre alt ist. Nichts könnte ihr Glück trüben…bis zu jenem schicksalshaften Tag. Jacob wird von einem Auto erfasst und stirbt wenig später im Krankenhaus.

Doch hier beginnt die Geschichte erst. Denn Jacobs Organe werden an andere Menschen gespendet, die diese dringend benötigen. Für diese Menschen bedeutet Jacobs Tod eine neue Chance auf ein zweites Leben. Für Mia aber bedeutet er das Zusammenbrechen ihrer Welt. Sie schreibt anonyme Briefe an die Empfänger der Organe, um den Verlust irgendwie zu verkraften. Und es hilft ihr auch, zu sehen, wie die Organspende diesen Menschen geholfen hat. Nur einer antwortet nicht…der Empfänger von Jacobs Herzen. Mia recherchiert und findet so die Adresse des Empfängers heraus und so trifft sie auf Noah.

Die Geschichte von Mia und Noah spielt sich vor einem ernsten Hintergrund ab. Das Thema Organspende ist immer aktuell und doch setzen sich viele nicht mit diesem Thema auseinander. Vielen ist dieses Thema unangenehm…man muss sich immerhin mit seinem eigenen Tod beschäftigen und was danach ist. Für andere ist das Thema einfach nicht präsent genug, weil sie niemanden kennen, der auf eine Organspende angewiesen ist. Ich habe auch einen Spendeausweis immer im Portmonnaie dabei, obwohl ich selbst auch niemanden kenne, der jemals ein Organ transplantiert bekommen hat. Aber ich denke einfach, dass es meine Pflicht ist, mich damit auseinanderzusetzen, welche Organe ich spenden würde und ich möchte meine Familie nicht damit belasten.

Jessi Kirby bindet dieses heikle Thema sehr gut in die Geschichte ein und zeigt beide Seiten. Wie geht es der Familie und Freunden des Verstorbenen und Spenders? Wie gehen die Organempfänger damit um? Zum einen sind sie natürlich glücklich über die Spende und ihr neues Leben, aber gleichzeitig wird ihnen klar, dass ein anderer Mensch gestorben ist.

Mia und Noah kämpfen beide mit dieser Tatsache und müssen versuchen, einen Weg zwischen ihrem alten und ihrem neuen Leben zu finden.

Klare Leseempfehlung von mir! =)

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Bewertung: 5 Pusteblumen

Rezension: Eleanor & Park von Rainbow Rowell

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Carl Hanser Verlag

368 Seiten

ISBN 978-3-446-24740-6

empfohlen ab 14 Jahren

Zitat: „Eleanors Hand zu halten war, als würde man einen Schmetterling halten. Oder einen Herzschlag. Als würde man etwas Vollkommenes und vollkommen Lebendiges halten.“    (S. 81)

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nicht viel aus dem Hanser Verlag gelesen habe. Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht mehr genau, wie ich auf „Eleanor & Park“ gekommen bin. Aber wie es auch immer war, ich bin sooo froh, dass ich es irgendwie gefunden habe.
Diese Geschichte ist so völlig anders als die üblichen Klischee-Liebesgeschichten.
Für mich ist es nicht mal nur das –  eine Liebesgeschichte.

Eleanor würde man auf den ersten Blick nicht unbedingt als hübsch bezeichnen. Sie hat leuchtend rote Haare (was ich übrigens wunderschön finde), ist etwas moppelig und trägt bunte, wild zusammengewürfelte Klamotten. Park gehört zwar nicht wirklich zu den Beliebten, aber er wird auch nicht schikaniert. Er ist eher zurückhaltend und hört im Bus immer Musik, um sich von den anderen abzuschirmen.

Als Eleanor neu an der Schule ist, muss sie auch mit eben diesem Bus fahren. Alle anderen in dem Bus sind schon viel länger auf der Schule und jeder kennt seinen Platz im Bus. Es ist also kein Wunder, dass niemand Eleanor einen Platz anbietet…wäre da nicht Park.

Anfangs sieht es wirklich nicht aus, als hätten Eleanor und Park viele Gemeinsamkeiten. Doch das ändert sich im Laufe der Geschichte. Man muss dieser besonderen Freundschaft viel Zeit lassen. Man merkt geradezu, wie die Zuneigung der beiden zueinander aufkeimt und sich entwickelt. Etwas so zartes habe ich bisher in keiner Geschichte erlebt. Man fiebert mit und möchte Park ab und zu gern mal einen kleinen Schubs geben, damit er auf Eleanor zugeht. Oder Eleanor, damit sie mal ein bisschen mehr aus sich rauskommt. Aber genau das macht diese Geschichte aus und genau das macht sie so unvergesslich.

Ich finde es toll, dass man alle Momente sowohl aus Eleanors als auch aus Parks Sicht erlebt und somit als Leser schon früher als die beiden von der Anziehung zwischen ihnen mitbekommt. Und natürlich erfähr man auch, wie es bei ihnen zuhause aussieht und wie sie mit ihren Familien leben.

Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, seit ich das Buch gelesen habe, aber ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, das ich während des Lesens hatte. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht. Und ich kann mich auch noch ganz genau an das Gefühl erinnern, das ich hatte, als ich die letzte Seite gelesen habe. Es war eine Mischung aus Freude und Wehmut. Ich war so froh darüber, dass ich diese sehr intimen Erlebnisse mit Eleanor und Park teilen durfte. Und ich war traurig darüber, dass unsere gemeinsame Reise nun zu Ende war. Ich glaube jeder, der genauso gerne liest, kennt dieses Gefühl…man taucht in die Geschichte ein, fühlt sich mit den Figuren so stark verbunden und wenn es dann zu Ende geht, lässt es einen noch nicht los. Die Figuren und ihre Geschichte begleiten einen noch eine Weile durch den Alltag hindurch, bis sie verschwunden sind und man sich der nächsten Geschichte zuwenden kann.

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5 Pusteblumen